LeseLachmöwe

Bilderbücher öffnen Horizonte

Das Gemeinschaftsprojekt „LeseLachmöwe – Bilderbücher öffnen Horizonte“ will die Begeisterung für Bücher und Geschichten schon bei den Kleinsten wecken. Gleichzeitig sollen Eltern motiviert werden, ihren Kindern vorzulesen und gemeinsam Sprache zu entdecken. Über Öffentliche Bibliotheken wird eine Auswahl altersgerechter Bilderbücher als erweiterbare Sammlung an Kindertagesstätten verliehen. Die einzelnen Bücher stecken in bunten, miteinander verknüpften Taschen, die zusammengesetzt eine zehn Meter lange Kette ergeben. Die Ankunft der LeseLachmöwe wird so zu einem besonderen Erlebnis im Kita-Alltag.


„Bücher gehören in jede Kita und in jede Familie. Je früher und öfter vorgelesen wird, desto mehr Lust und Neugierde bekommen die Kinder auf das eigene Lesen. Daher habe ich sehr gerne die Schirmherrschaft für die LeseLachmöwe übernommen“, sagt Ministerpräsident Daniel Günther. Er dankt dem Sparkassen- und Giroverband, allen mitmachenden Kommunen und Büchereien sowie der Büchereizentrale für diese großartige Idee für eine frühkindliche Lese- und Sprachförderung.

„Die Öffentlichen Bibliotheken in Schleswig-Holstein leisten mit diesem Projekt einen wichtigen Beitrag zur Leseförderung“, erklärt Oke Simons, Direktor der Büchereizentrale Schleswig-Holstein. „Mit der LeseLachmöwe ermöglichen Bibliotheken Kindern spielerisch den niedrigschwelligen Zugang zu Büchern und stärken gleichzeitig das Vorlesen in den Familien. Wir freuen uns, mit den Sparkassen im Land beim Thema Leseförderung erneut am selben Strang zu ziehen!“

Die schleswig-holsteinischen Sparkassen unterstützenden die LeseLachmöwe mit rund 65.000 Euro, und werden bis zu den Sommerferien insgesamt 50 Bibliotheken, darunter zwei Fahrbüchereien, jeweils mit einer LeseLachmöwe im Wert von rund 1.000 Euro ausgestattet.


"Die LeseLachmöwe ist aus meiner Sicht bestens geeignet, die Leseförderung im ganzen Land voranzubringen. Die LeseLachmöwe holt die Kinder zu Hause und in der Kita ab und macht sie mit Büchereien vertraut“, erläutert Reinhard Boll, Präsident der schleswig-holsteinischen Sparkassen. „Das Gute ist, dass wir hier viele Fliegen mit der berühmten einen Klappe schlagen können. Und ich bin stolz darauf, dass wir nicht nur diejenigen sind, die für die Finanzierung sorgen, sondern die, die sich von vornherein maßgeblich in die Entwicklung eingebracht haben", so Boll.

Mit einer Leihfrist von drei Monaten können künftig Jahr für Jahr bis zu 200 Kindertagesstätten im ganzen Land bei der Sprach- und Leseförderung unterstützt werden. Umfangreiche Begleitmaterialien für die Sprach- und Erzählförderung liefern Impulse für die Praxis. Begleitet wird die LeseLachmöwe von einem Reisetagebuch, in dem Kinder und Erziehende ihre Erfahrungen während des Besuchs der LeseLachmöwe festhalten können.
Die Familie ist ein wichtiger Bildungsort für Kinder. Eltern erhalten daher im Rahmen des Projekts vielfältige Anregungen für die individuelle Sprachförderung. Eine bildgestützte Ratgeberbroschüre zeigt, wie einfach sich Vorlesemomente in den Alltag integrieren lassen. Damit die Bilderbücher den Weg in die Familien finden, lassen sich die Taschen leicht voneinander trennen und als Rucksack nutzen, mit denen Kinder die Bücher zum gemeinsamen Vorlesen, Erzählen und Entdecken mit nach Hause nehmen können.


Bei der Auswahl der Buchtitel wurde besonders auf eine thematische Vielfalt geachtet, so dass auch bildgestützte oder mehrsprachige Geschichten enthalten sind. Auf diese Weise tragen die Bücher dazu bei, auch in Familien Erzählanlässe zu schaffen, die mit dem Vorlesen oder der deutschen Sprache weniger vertraut sind. Zusammengestellt wurde die Bilderbuchauswahl vom Lektorat der Büchereizentrale in Anlehnung an das Programm "Bücher-KiTa" der Freien Hansestadt Bremen.

Vorbild der LeseLachmöwe ist die sogenannte "Leselotte" – ein lebendiges Konzept zur Leseförderung, das aus Südtirol stammt und bereits an zahlreichen Orten Kinder fürs Lesen begeistern konnte. Gestaltet und genäht wurden für das Vorhaben insgesamt 1.250 Bücher-Taschen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Mürwiker Werkstätten in Flensburg.

Weitere Informationen und die Begleitmaterialien stehe auf www.leselachmöwe.de zur Verfügung.

Fotos: Frank Peter