Frühjahrskonzert des Landesjugendorchesters

Sparkassenverband sagt weitere Unterstützung für junge Nachwuchstalente zu

„Wow, was für ein Konzert“, entfuhr es Reinhard Boll, Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein, spontan und anerkennend angesichts der anspruchsvollen Leistung des Landesjugendorchesters am 23. April in der Büdelsdorfer ACO Thormannhalle, die die Familie Ahlmann zur Verfügung gestellt hatte.

„Die Gesellschaft muss jungen Talenten eine Bühne bieten, auf der sie ihr Können zeigen können“, so Boll weiter, der damit auch das gesellschaftliche Engagement der Sparkassen begründete. Zuvor hatte der Präsident des Landesmusikrates Schleswig-Holstein, Dr. Klaus Volker Mader, sich beim Sparkassenverband für die langjährige Unterstützung bedankt und angeregt, so weiter zu machen wie bisher. Boll fing den Ball gerne auf und sicherte zu: „Wir halten Ihnen die Treue und stehen Ihnen weiterhin zur Seite.“

Die jungen Musiker, die zu den besten Nachwuchstalenten zählen, die das Land zu bieten hat, hatten sich an schwierige Werke gewagt. Reinhard Boll: „Wenn man in der ersten Reihe sitzen darf und den Schweiß des Dirigenten sieht, dann weiß man, dass Musik mit harter Arbeit zu tun hat.“ Und die Zuhörer konnten sich vorstellen, wie hart die Probenarbeit an den drei gespielten Werken gewesen sein musste.

Los ging es mit einem richtigen „Hexenwerk“, wie es Mader ankündigte: Modest Mussorgskys „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“, einer symphonischen Dichtung in einer Fassung von Rimsky-Korsakow, die die Zuhörer mit viel Charakter und Tongewalt auf das Hauptwerk des Sonntags einstimmte: Johann Wenzel Kalliwodas Konzert für Oboe und Orchester F-Dur op. 110 in drei Sätzen.

Oboe ist das Instrument des Jahres 2017, und gespielt wurde es vom Nachwuchstalent Franzisco Monteagudo Garde aus Spanien, der das Instrument zunächst in Madrid erlernte und seit 2015 in Lübeck an der Musikhochschule studiert. Für die Solopartie in diesem Frühjahrskonzert wurde er eigens in einem hochschulinternen Wettbewerb als Gewinner ermittelt. Kalliwodas Konzertstück aus dem Jahr 1840 ließ keine Langeweile aufkommen. Von zärtlichen und sensiblen Klängen des zweiten Satzes bis zum lebhaften Finale waren Elemente der böhmischen Volksmusik bis hin zu skandinavischen Klängen enthalten.

Und schließlich: Schostakowitsch. In dessen Symphonie Nr. 5 d-moll op. 47 konnten die jungen Musiker alle Register des bisher Erlernten voll ausleben. Vor allem in deren vierten Satz mit einem furiosen und nicht enden wollenden Finale, das mit einem Paukenschlag endet. In diesem Stück von Dimitri Schostakowitsch werden alle Instrumente des Orchesters gefordert – und mit ihnen die Musiker, viele für Soli in Anspruch genommen.
Einen großen Anteil am Erfolg des Konzertes hatte Dirigent Marius Stieghorst, der die Nachwuchsmusiker erfolgreich zusammengeführt und zu einer Einheit geformt hatte. Damit hat er Erfahrung, denn seit 2013 ist Stieghorst unter anderem Chefdirigent des französischen Jugendorchesters „Orchestre des Jeunes du Centre“ in Paris.

Das Landesjugendorchester ist das sinfonische Auswahlorchester der besten Nachwuchspolitiker aus Schleswig-Holstein. Seit seiner Gründung im Jahr 1982 haben über 1000 jugendliche Musiker an der erfolgreichen Fördermaßnahme des Landesmusikrates Schleswig-Holstein teilgenommen. Der wiederum wird kontinuierlich von den schleswig-holsteinischen Sparkassen und deren Verband großzügig unterstützt.