Nachhaltigkeit im Blick

18. Gottorfer Landmarkt lockte rund 20000 Besucher zum Schleswiger Schloss

Ein Impuls für die Gesellschaft: So nannte Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Dr. Robert Habeck, Schirmherr des Gottorfer Landmarktes, am 21. Mai Deutschlands größten Ökomarkt vor dem ehrwürdigen Schloss in Schleswig. Wie schon im Vorjahr nutzten rund 20 000 Besucher die Gelegenheit, sich vor Ort über die heimischen Produkte der Bioanbieter zu informieren.

Die schleswig-holsteinischen Sparkassen und ihr Verband, die als Hauptsponsor den Landmarkt seit vielen Jahren begleiten, präsentierten als ein Beispiel ihrer Nachhaltigkeitsstrategie das „Feinheimisch-Mobil“. Mit dem von den Sparkassen gestifteten Kochmobil sind die „Feinheimischen“ an Schulen präsent und betreiben auch bei Veranstaltungen Geschmacks- und Verbraucherbildung. Wie schmackhaft das sein kann, davon überzeugte sich Besucherin Marion Carstensen. Käse aus industrieller und aus regionaler Bioproduktion testete sie im Vergleich. „Der Biokäse ist eindeutig leckerer“ stellte sie fest. Das industrielle Produkt wirkte dagegen versalzen und war nur farblich präsenter. Zusätzlich zum Feinheimisch-Mobil präsentierten sich die Sparkassen mit dem „Aktionsmonat Naturerlebnis“ sowie der „Kinderküche“.

Gerade einmal acht Stunden hatten die Besucher Zeit, in dem reichhaltigen Angebot von 140 Ausstellern aus den Bereichen Bio-Genuss, Bio-Marktplatz und Das liebe Vieh zu stöbern und zu kosten. Und wer satt war, konnte sich auf der Familienwiese unterhalten lassen, Kunsthandwerk betrachten oder sich bei den Baumschulen rund um den Garten informieren. Natürlich kleiden oder Grüne Energie waren weitere Bausteine des Ökomarktes.

Wem das nicht reichte, der konnte im Schloss die Sammlung der Landesmuseen betrachten – oder an der Übergabe des Baumbildes teilnehmen. „Wir hinken immer ein Jahr hinterher“, sagte Museumsleiterin Dr. Kirsten Baumann bei der Übergabe, denn bei diesem 18. Landmarkt konnte die 17. Arbeit zum Thema Nachhaltigkeit übergeben werden. Nachhaltigkeit wird auch in den Landesmuseen angestrebt. „Wir sind manchmal ein etwas schwerfälliger Tanker“, so Baumann. Der komme aber immer wieder durch Förderer in Schwung. Das nächste Jahrhundertprojekt stehe an: Der Masterplan zum Umbau der Sammlungen und der Bau eines neuen gläsernen Entrees auf der Ostseite der Anlage.

Wie in jedem Jahr unterstützten die Veranstalter auch in diesem Jahr ein soziales Projekt. Mit Hilfe des Rotary-Clubs Schleswig-Gottorf wurden an den Kassenhäusern Spenden für den Schleswiger Freundeskreis Hospizdienst für die Errichtung eines stationären Hospizes in der Schleistadt gesammelt.