17. Mai 2012

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Pressemitteilung

Mittelstandsforum in Kiel: „Fit für den Mittelstand“

05. November 2005

„Fit für den Mittelstand“ hieß das programmatische Motto des zweiten Mittelstandsforums, zu dem am 5.November, die schleswig-holsteinischen Sparkassen rund 300 mittelständische Unternehmer in das Audiorium Maximum der Christian-Albrechts-Universität Kiel eingeladen hatten. Das ganztägige „Fitness-Programm“ für die Teilnehmer war ein Dreisprung aus Information, Diskussion und Motivation – begleitet von Radio- und Fernsehmoderator Christian Schröder.

Den Zielpunkt nannte Olaf Cord Dielewicz, Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein, gleich zu Beginn der Tagung: „Es geht heute darum, positive Signale zu setzen!“ Ein Erstes sandte der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Dietrich Austermann mit dem „Schleswig-Holstein-Fond“ aus: „Mit dem Schleswig-Holstein-Fond eröffnen wir kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zum Kreditmarkt, bieten ein Sofortprogramm für Arbeitsplätze und zusätzliche Mittel für Start-ups“. Die Zahlen lieferte der Minister natürlich dazu: Es seien 415 Millionen Euro für die laufende Legislaturperiode und ein sich daraus ergebendes Investitionspotenzial für die Unternehmen von rund eineinhalb Milliarden Euro.

Nach diesem handfesten Angebot für den Mittelstand referierte Jürgen Wüllenweber, Mitglied des Vorstandes der Provinzial Versicherung Nord, über „Aktuelle Tendenzen in der betrieblichen Altersvorsorge“ und leitete daraus konkreten Handlungsbedarf der Unternehmen ab. Sein Plädoyer: „Durch die demografische Entwicklung und das neue Alterseinkünftegesetz ist das Ende der staatlichen Rentenversorgung absehbar. Lassen Sie sich daher beraten – für Ihre eigene Vorsorge und die Ihrer Mitarbeiter!“

Zum Lob des Mittelstandes hob danach Michael Jansen, Ressortleiter Neugeschäft des Wirtschaftsmagazins „Impulse“ an, der die neu vorgelegte Unternehmerstudie „MIND – Mittelstand in Deutschland“ vorstellte. „Der Mittelstand erwirtschaftet rund 70 Prozent des Umsatzes und stellt etwa 65 Prozent der Arbeitsplät-ze. Er ist einer der bedeutendsten stabilisierenden Faktoren unse-rer Gesellschaft“, so Jansen über eines der wichtigsten Ergebnisse der Studie. Zu den weiteren Trends der von der Sparkassen-Finanzgruppe, dem Wirtschaftsmagazin „Impulse“ und dem Institut für Mittelstandsforschung (IfM) gemeinsam durchgeführten Erhebung gehörten einerseits die steigende Bedeutung des Welthan-dels für den Mittelstand – mittlerweile exportieren bereits zwölf Prozent der 1,3 Millionen mittelständischen Unternehmen Güter und Dienstleistungen – und andererseits die Tatsache, dass immer mehr Frauen die Chefetagen in mittelständischen Betrieben er-obern: „Heute ist in gut jedem fünften mittelständischen Betrieb mit bis zu 500 Mitarbeitern der Chef eine Frau“, erklärte Jansen.

Dass im Norden Deutschlands die Unternehmer die allgemeine wirtschaftliche Lage und die ihres Unternehmens positiver sehen als die Firmenlenker in Mittel- und Süddeutschland spiegelte sich auch in den Äußerungen der anschließenden Podiumsdiskussion mit Hans- Blöcker, Präsidiumsmitglied des Unternehmerverbandes Nord, Dr. Gunter Kayser vom Institut für Mittelstandsforschung, Mario Porten, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Südholstein und Wirtschaftsminister Dietrich Austermann.

Nach dem Mittagessen stellte dann eine „Unternehmerpersönlichkeit des Landes“, Hasko Scheidt, sein Unternehmen „Nautische Veröffentlichungen“ vor. Der wirtschaftliche Erfolg, den der Firmenchef aus Arnis mit seinen 18 Mitarbeitern vorweisen kann, entstand Mitte der neunziger Jahre aus einem Fernweh heraus. Aus einer ersten Karte für die Bahamas sind mittlerweile über 500 selbst produzierte und in der ganzen Welt vertriebene Seekarten für die Sport- und Seeschifffahrt geworden. Ein echte Erfolgsstory „made in Schleswig-Holstein“.

Um wichtige und teilweise brennende Fragen des Mittelstandes ging es im Anschluss daran in fünf Themenforen, die Workshop-Charakter hatten. Sie spannten einen Bogen über alle Bereiche der Finanzdienstleistung: Angefangen mit dem derzeit aktuellen The-ma der „alternativen Finanzierungsinstrumente“ (Stichwort: Mezzanine-Kapital), den Chancen und Risiken des Einsatzes von „Leasing und Factoring“ über Fragestellungen rund um „Zinssicherungsinstrumente“ bis hin zum Mehrwert durch den Einsatz von „Business Cards“.

Zuletzt gab es für die Tagungsteilnehmer noch einen rund einstündigen Motivationsschub von einem der erfolgreichsten deutschen Persönlichkeitsstrainer, Jörg Löhr. Im Zentrum des mit vielen Lachern begleiteten rhetorischen Feuerwerks vom ehemaligen Spit-zensportler stand die „Ressource Mensch“. Der Trend gehe ein-deutig Richtung Erlebniswirtschaft, so Löhr. „Denken Sie Erlebnis! Sprechen Sie Erlebnis!“ riet der Motivationstrainer den Unternehmern. Sein eindringliches und überzeugendes Credo lautete: „Pflegen Sie eine Leidenschaft für die Erneuerung!“

Mit einer Fülle an positiven Signalen für den persönlichen Erfolg ging das zweite Mittelstandsforum der schleswig-holsteinischen Sparkassen zu Ende. Was folgte war lang anhaltender Applaus – und zum Abschied ein Paar Sportsocken für jeden Teilnehmer.

Kontakt:

Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein
Pressesprecher
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