17. Mai 2012

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Pressemitteilung

„Brandnagel“ - Malerei von Julia Slodowicz und Anna Lena Straube

18. Juli 2006

Julia Slodowicz bevorzugt in ihrer Aquarellmalerei die leiseren, verhalteneren Töne. Ihre Bilder zeichnen sich durch eine hohe Präzision in der Lasurtechnik, eine latent stumpfe Farbigkeit und eine grafisch fundierte Auffassung in der Bildsprache mit einer eher kühlen, statischen Wirkung aus.

Der sachlich-dokumentarische Wert, der gewählte Stil und die Farbigkeit heben die Arbeiten auf eine Ebene universeller Aussage. Julia Slodowicz schafft mit der teilweise monumentalisierenden Vergrößerung leicht verfremdete Bilder vom alltäglichen Leben. Ihre Motive stammen überwiegend aus der Familie, der sie eine hohe Bedeutung für die Gesellschaft beimisst. Als Beispiele können die großformatigen, in 2005 entstandenen Aquarelle „Familie“ (223 x 130 cm) und „Junge am Strand“ (130 x 264 cm) dienen. Mit der „Kajtek“-Serie aus dem Jahr 2004 werden auch klein-formatige Arbeiten (24 x 18 cm) präsentiert.

Anna Lena Straube liebt expressive Buntfarben, die - ohne beißenden Kontraste - mehrschichtig auf den Malgrund aufgetragen werden, zuletzt in Öl. Die Qualität der Werke zeigt sich darin, dass der räumliche Ausdruck allein in der modellierenden, illusionistischen Farbkraft der Malerei liegt. Die Figuren zeichnen sich durch eine auffällig große Dynamik aus, wobei es sich meist um besonders inszenierte Selbstportraits handelt. Die Künstlerin setzt sich selbst als Medium ein und schlüpft in verschiedene Rollen, um Erscheinungen allgemeiner Beobachtung und Gültigkeit abzubilden. So finden sich in der Serie „Freie Rede“ (109 x 90 cm) rhetorische Gesten, als Kontrast zeigt sich die Künstlerin in der Serie „Strukturtauchen“ (105 x 155 cm) ganzfigurig unter Wasser.
Anna Lena Straubes Bilder reflektieren die Position einer Malerin in der heutigen Gesellschaft – darüber hinaus sind sie Sinnbild des modernen Individuums in einer Zeit, die einerseits viele Entfaltungsmöglichkeiten bietet, andererseits die Gefahren von Hektik und Unrast in sich birgt.
Eines ihrer Werke mit packender Nahwirkung ist übrigens dauerhaft in Kiel ausgestellt: im Jahr 2004 erhielt die Künstlerin den Auftrag, für die politische Ahnengalerie im Rathaus ein Portrait des Oberbürgermeisters Otto Kelling anzufertigen – entgegen der Tradition wurde er nicht konservativ-distanziert, sondern mit „smiling-face“ abgebildet.

Zur Ausstellung erscheint Heft 12 der Katalogreihe „Ars Borealis“. Die Edition „Ars Borealis“ profiliert als eigenständige Heftreihe das umfängliche Kunstengagement der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein.

Die Ausstellung der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein ist vom 18.07. – 24.08.2006 im Foyer des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein, Faluner Weg 6, 24109 Kiel (werktags von 9.00 – 16.00 Uhr) zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.
www.sparkassenstiftungen.de

Kontakt:

Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein
Pressesprecher
Faluner Weg 6
24109 Kiel

Tel. 0431/ 53 35 - 506
Fax. 0431/ 53 35 - 589
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