17. Mai 2012

Pressemitteilung

„Studium Urbis“

08. Juni 2006

Die ersten Fotoarbeiten von Jens Langholz stammen von 1993 aus Norwegen. Die Zivilisationsspuren des Menschen – in Form von Fischerdörfern oder schlicht Straßen – in der nahezu unberührt gebliebenen Natur wurden zu einem ersten Thema.

Schritt für Schritt wandelten sich in der Folge die Bildmotive von naturnahen zu städtischen Land-schaften, zu Architektur. Die Gesamtheit seiner Arbeiten umfasst serielle Studien, u.a. von großdimensionierten Industrieanlagen, Flughäfen, Tankstellen, Sportanlagen oder übergroßen Plakatwänden, und zeichnet sich durch eine stringent logisch-analytische Herangehensweise aus. Geo-metrien, Strukturen und Symmetrien bilden den ästhetischen Kanon in den Arbeiten von Jens Langholz. Dabei spielt er mit dem Widerspruch zwischen der Zweidimensionalität der Fotografie und der Wahrnehmung der extremen Tiefen in den realen Motiven.
Kontrapunktiert wird dies gelegentlich durch das präzise Erfassen scheinbar nebensächlicher De-tails, die quasi als pars pro toto das Wesen eines Ortes erkennen lassen.

Vorbilder für seine Arbeit fand Jens Langholz unter anderem in Lucien Hervé, einem fotografischen Wegbegleiter Le Corbusiers, oder Günther Förg sowie Absolventen der Fotoklasse von Bernd Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie, wie z.B. Andreas Gursky und Candida Höfer.

Zur aktuellen Ausstellung
Die frühesten Arbeiten stammen aus der 1999 entstandenen New York-Serie. Das Bild „Grand Central Station“ zeigt exemplarisch die überbordende, hoch getaktete Metropole, welche ihre Be-wohner zu schemenhaften Abbildern der Idee ihrer selbst degradiert. In den Fotos aus der Pariser Peripherie (2004) findet sich der Mensch oft nur noch in der Architektur selbst. Melancholisch weitet sich der Raum menschenleer und verlassen. Die Strenge der faschistischen Architektur Italiens dominiert die 2005 entstandenen Fotos aus Rom und Sabaudia, einer auf Anordnung Mussolinis 1934 im Süden Roms errichteten Stadt. Die Gestalter sind verschwunden, das Gestaltete besteht. Wie geht man damit um? Es stellt sich nicht mehr die Frage der Rechtfertigung einer Architektur, sondern die des Machbaren in der Gegenwart.
Jens Langholz fotografiert mit Nikon- & Leica-Spiegelreflex- und Mamiya Mittelformatkameras.

Ausstellungen
1998 Refugium Holding, Kiel
2002 Institut für Spanische Sprache und Kultur, Kiel
2003 Instituto Cervantes, Bremen
2004 Centre Culturel Français, Kiel
2004 Zentrum für Fremdsprachenausbildung, IT- und Medieneinsatz, CAU Kiel
2004 Galerie Sylvia Heilgendorff, Potsdam

Jens Langholz
1970 Geboren in Kiel
1990 TU Hamburg-Harburg (Wirtschaftsingenieurwesen)
1996 CAU Kiel (DFG-Promotionsstipendium)
1999 Promotion
2000 freiberufliche Tätigkeit als Unternehmensberater und Fotograf

Die Ausstellung der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein ist vom 07.06. – 13.07.2006 im Foyer des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein, Faluner Weg 6, 24109 Kiel (werktags von 9.00 – 16.00 Uhr) zu besichtigen.
Der Eintritt ist frei.
www.sparkassenstiftungen.de

Downloads

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Kontakt:

Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein
Pressesprecher
Faluner Weg 6
24109 Kiel

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Fax. 0431/ 53 35 - 589
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