Verhaltener Konsum und steigendes Sicherheits-Bedürfnis
29. Oktober 2009
Die Schleswig-Holsteiner haben relativ deutlich auf die jüngste Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise reagiert und ihren Konsum überdurchschnittlich zurückgefahren. Laut aktuellem „Vermögensbarometer 2009“ haben 34 Prozent ihren Verbrauch in den vergangenen zwölf Monaten eingeschränkt (im Bundesdurchschnitt sind es 31 Prozent). Jeder dritte Befragte – 31 Prozent – will auch in Zukunft weniger konsumieren, im Bundesdurchschnitt ist es dagegen nur jeder vierte (25 Prozent), teilte der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein am 27. Oktober in Kiel mit.
Im Auftrag des Verbandes sowie des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) hatte das Wirtschafts- und Finanzfor-schungsinstitut ICON im Juli und August 2009 in einer repräsen-tativen Studie 270 Privatpersonen in Schleswig-Holstein und rund 2.000 Personen über 14 Jahren in ganz Deutschland interviewt.
Als weitere Ergebnisse der Untersuchung ermittelte ICON dass die Sparkassen in Schleswig-Holstein bei der Beratungskompetenz den besten Ruf bei den Verbrauchern genießen, ihr Ansehen ist im Laufe der jüngsten Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise sogar noch gestiegen. „Das ist eine Bestätigung des Geschäftsmodells der Sparkassen mit ihrer nachhaltigen Betreuung und dem dichten Filialnetz in der Region“, erklärte dazu Jörg-Dietrich Kamischke, Präsident des Sparkassen- und Giroverbands für Schleswig-Holstein.
Im Einzelnen bescheinigen 47 Prozent aller Befragten den Sparkassen „hohe“ oder „sehr hohe“ Kompetenz in der Beratung, insbesondere im Hinblick auf Fairness und Objektivität bei der Betreuung ihrer Kunden.
Der finanzielle Status quo: die Hälfte ist zufrieden
Obwohl bei den Verbrauchern aufgrund der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise ein gedämpftes Konsumverhalten festzustellen ist, empfindet fast die Hälfte der Schleswig-Holsteiner (48 Prozent) die persönlichen finanziellen Verhältnisse als „gut“ oder sogar „sehr gut“ (das entspricht dem Wert von 2008). 21 Prozent gehen davon aus, dass sich ihre persönlichen Finanzen in den kommenden zwei Jahren verbessern werden, während 18 Prozent mit einer Verschlechterung rechnen (2008: 22 Prozent). Rund 17 Prozent finden die eigene Lage dagegen derzeit bedenklich (2008: 13 Prozent).
Den Schleswig-Holsteinern geht es mehr als nur um die Rendite
Die Umfrage zeigt weiter, dass sich im Zuge der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise der Trend zu sicheren Anlageformen weiter ver-stärkt hat. Eine hohe Rendite finden nur noch 55 Prozent der Schleswig-Holsteiner besonders wichtig (2008 waren es noch 83 Prozent). Ganz oben in der Gunst der Sparer stehen die Lebensversicherung (61 Prozent; 2008: 62 Prozent), die Rentenversicherung (60 Prozent; 2008: 54 Prozent) und Rücklagen auf dem Sparbuch (58 Prozent – ein Plus von 10 Prozentpunkten gegenüber 2008) sowie die selbst genutzte Immobilie (58 Prozent). Der Anteil der Menschen, die als Teil ihrer Vorsorge in ein Eigenheim investiert haben, ist in Schleswig-Holstein vergleichsweise hoch – bundesweit liegt der Durchschnitt bei 50 Prozent. Aktien und festverzinsliche Wertpapiere werden hingegen nur von weniger als einem Fünftel der Vorsorgesparer (17 Prozent bzw. 14 Prozent; 2008 waren es noch 23 Prozent bzw. 26 Prozent) genutzt. Die Aktionärsquote liegt in Schleswig-Holstein damit aktuell fünf Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt.
Der Aspekt „Sicherheit“ spielt dem entsprechend für die Schleswig-Holsteiner bei der Geldanlage bzw. Altersvorsorge eine über-ragende Rolle: Für 97 Prozent ist es der wichtigste Faktor bei Vermögensplanung und -aufbau (2008 waren es 93 Prozent). Als „sicherste Banken“ gelten in Schleswig-Holstein nach wie vor die Sparkassen: 58 Prozent aller Befragten gaben an, dass sie sich bei den Sparkassen keine Sorgen um ihr Geld machen.
Zum Weltspartag bieten die Sparkassen traditionell attraktive Spar-Aktionen an. Für die umfassende Analyse des individuellen finanziellen Status quo können Verbraucher den Sparkassen Finanzcheck durchführen lassen.