17. Mai 2012

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Pressemitteilung

Ausstellung von Doris von Klopotek

23. Januar 2007

Die Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein präsentiert in den Räumen der Sparkassenakademie Schleswig-Holstein, Faluner Weg 2, vom 22. Januar bis zum 12. April 2007 über 40 Ölbilder der Malerin Doris von Klopotek.

Gezeigt wird ein Querschnitt aus dem letzten Schaffensjahrzehnt der in Schleswig-Holstein (Geesthacht) aufgewachsenen Künstlerin. Die Bilder Doris von Klopotek, die im Bereich des Gegenständlichen bleiben, entfalten eine ungeheure Präsenz, die sich keinesfalls allein mit den teilweise recht großen Bildformaten erklären lässt. Es ist vielmehr die starke Energie und vibrierende Ausdruckskraft der Malweise, die ganz persönliche „Handschrift“ der Künstlerin also, die den Blick des Betrachters auf sich zieht.

Doris von Klopotek studierte Malerei an der Hochschule der Künste in Berlin und wurde 1988 Meisterschülerin von Professor Karl Oppermann. In ihrer Studienzeit in den 1980er Jahren kam sie hautnah mit der heftigen, unbekümmerten und subjektivistischen Kunst der Neuen Wilden in Berührung. Formal an den deutschen Expressionismus anknüpfend, verzichteten die Neuen Wilden bewusst auf kopflastige Programme und thematisierten auf ihren meist großformatigen Gemälden die Berliner Subkultur, Punkszene und New-Wave-Musik. Dabei bevorzugten sie kräftige, leuchtende Farben. Doris von Klopoteks Ursprung als Malerin ist sicherlich nicht losgelöst von dem damaligen Berliner Kunstgeschehen zu betrachten, wobei sie mit den an der Hochschule erworbenen Kenntnissen schon frühzeitig ihre eigene, unverwechselbare Ausdrucks- und Formensprache entwickelte. Nach Abschluss ihres Studiums erhielt die Künstlerin ein Jahresstipendium für das Künstlerhaus Lauenburg an der Elbe. Anschließend zog sie nach Hamburg, wo sie seitdem lebt und arbeitet. Allerdings hat Doris von Klopotek ihre Verbundenheit zu dem nördlichsten Bundesland bewahrt, was sich auch darin äußert, dass sie seit Langem Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler in Schleswig-Holstein ist. Neben ihrer eigenen künstlerischen Tätigkeit hat Doris von Klopotek in den vergangenen Jahren mehrere Lehraufträge übernommen, unter anderem 1993 – 1996 an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg und 2006 an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) .

Ihre Motive, insbesondere Menschen, Stadtansichten, Industrieanlagen, Hafenszenerien und Landschaften, begegnen der Künstlerin im alltäglichen Leben. Es geht Doris von Klopotek dabei aber nicht um eine möglichst objektiv-sachliche Wiedergabe eines Ausschnitts der Wirklichkeit, sondern vor allem um ihre persönliche Sichtweise der Dinge, um äußerste Ausdruckskraft, die sie über extreme malerische Mittel zu erreichen sucht. Zahlreiche Farbschichten, die sich teilweise zugunsten der Intensivierung der Suggestivkraft des Kolorits von den eigentlichen Motiven befreien, werden mit kräftigen, spontanen Pinselhieben über- und nebeneinander auf dem Bildgrund aufgetragen, Perspektiven verschoben und Bildausschnitte kühn ins Expressive gesteigert. So kann sich der Betrachter der Dynamik der Bilder nicht entziehen. In ihrer in den letzten Jahren entstandenen Serie zu historischen Reportagefotos der 30er Jahre verzichtet die Künstlerin dagegen auf intensive, kontrastreiche Farben zugunsten eines monochromen blauen Farbfeldes, um den Charme der alten Aufnahmen behutsam einzufangen. Längst vergangene Momente und gesellschaftspolitische Ereignisse bekommen durch ihre Umsetzung in Malerei erneut Aktualität.

 -Dr. Dörte Beier-

Die Ausstellung der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein ist vom 22. Januar bis zum 12. April 2007 in der Sparkassenakademie Schleswig-Holstein, Faluner Weg 2, 24109 Kiel, werktags von 9.00 – 16.00 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

Informationen unter www.sparkassenakademie.com, www.sparkassenstiftungen.de und www.doris-von-klopotek.de

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24109 Kiel

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