17. Mai 2012

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Pressemitteilung

Sparkassen 2006 im Wettbewerb gut behauptet

15. März 2007

Die schleswig-holsteinischen Sparkassen haben sich im Geschäftsjahr 2006 in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld gut behauptet. So blieb das Kreditgeschäft stabil und erreichte mit 26,6 Mrd. € das Niveau des Vorjahres; die Kundeneinlagen nahmen kräftig auf 20,8 Mrd. € zu.

Hinsichtlich der Geschäftsentwicklung der Sparkassen war im vergangenen Jahr eine kräftige Belebung des Neugeschäfts zu beobachten. Die Auszahlungen neuer Kredite für Unternehmen und Selbstständige nahmen um 16,3 % auf 2,1 Mrd. € zu, die zugesagten Darlehen erreichten ein Plus von 15,6 %. „Diese Zahlen sprechen für positive Erwartungen der Wirtschaft in eine weitere Belebung der Nachfrage auch in Schleswig-Holstein “, erläuterte Kamischke. Die gesamten Darlehensauszahlungen im Neugeschäft mit Firmen- und Privatkunden, einschließlich der öffentlichen Haushalte und sonstiger Kreditnehmer, stiegen 2006 um 10,7 % auf 3,5 Mrd. € an.

Der Zuwachs im Kreditneugeschäft blieb dabei ohne Auswirkung auf die Kreditbestände, weil die Kunden das unverändert günstige Zinsniveau für Darlehenstilgungen nutzten. So gingen kurzfristige und mittelfristige Forderungen um 5,1 % bzw. um 4,2 % zurück, während die langfristigen Forderungen stabil blieben. Sie machen mit insgesamt 22,6 Mrd. € traditionell den mit Abstand größten Block des Kreditgeschäfts der Sparkassen aus. Das gesamte Kreditvolumen blieb mit 26,6 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr stabil.

Auf der anderen Seite nahmen die Kundeneinlagen um 2,7 Prozent erneut zu. 2006 hatten die Sparkassen bereits ein Plus von 2,3 Prozent verbucht. „Trotz der verbesserten Lage am Arbeitsmarkt wollen sich viele Bürger durch Rücklagen offenbar ein Sicherheitspolster verschaffen“, erläuterte Kamischke. Auch die Mehrwertsteuererhöhung zum Jahresanfang 2007 habe die Neigung zur Konsumzurückhaltung gestärkt, wie die aktuellen Erhebungen der Gesellschaft für Konsumforschung zeigen.

Mit 36,5 Mrd. € blieb das Geschäftsvolumen aller schleswig-holsteinischen Sparkassen im vergangenen Jahr unverändert. Einschließlich des auf Schleswig-Holstein entfallenden Anteils des Geschäftes der HSH Nordbank AG ist die Sparkassen-Finanzgruppe damit nach wie vor Marktführer im Wirtschaftsbereich Geld und Kredit im Lande.

Ebenfalls bedeutende Partner in der Sparkassen-Finanzgruppe sind die LBS Landesbausparkasse Schleswig-Holstein AG und die Provinzial Nord Versicherungen. Die LBS erreichte 2006 eines ihrer besten Ergebnisse im Neugeschäft. Der von den Sparkassen vermittelte Anteil am Neugeschäft belief sich auf 76 %; damit sind die Sparkassen die stärkste Vertriebssäule der LBS. Bei der Provinzial Lebensversicherung stieg die vermittelte Produktionssumme der schleswig-holsteinischen Sparkassen 2006 um 68 Prozent (Vorjahr: + 58%) auf 243 Mio. €.

Zur Bilanz der Sparkassen gehörten aber mehr als die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, hob Kamischke hervor. Getreu ihrem öffentlichen Auftrag seien den Sparkassen eine flächendeckende Präsenz vor Ort, die Beratung ihrer Kunden sowie das breit gefächerte gesellschaftliche Engagement in Sport, Kultur, Jugend und dem sozialen Bereich ebenso wichtig. „Schon seit über 200 Jahren sind wir wegen dieser Gemeinwohlorientierung mehr als nur Kreditinstitute“, sagte Kamischke wörtlich. Höhepunkt des gesellschaftlichen Engagements der Sparkassen und ihrer Partner in der Sparkassen-Finanzgruppe im Jahr 2006 war die Unterstützung des Tags der deutschen Einheit, der am 3. Oktober 2006 in Kiel stattfand.

„Hier genauso wie bei der traditionellen Förderung des Schleswig-Holstein Musik-Festivals, des Schleswig-Holstein-Tages oder der Vergabe von sozialen Bürgerpreisen zeigen die Sparkassen ihre besondere Verantwortung für das gesellschaftliche Leben und die Attraktivität Schleswig-Holsteins für seine Bürger und Gäste“. Als herausragendes Projekt, für das sich die Sparkassen-Finanzgruppe in diesem und dem nächsten Jahr besonders engagiert, nannte Kamischke die Landesgartenschau 2008 in Schleswig und fügte hinzu: „Grundlage aller Sponsor-Aktivitäten sind und bleiben solide betriebswirtschaftliche Daten.“

In einem Ausblick auf die Geschäftsentwicklung der Sparkassen in diesem Jahr äußerte sich Kamischke optimistisch. Die Chancen stünden gut, dass das Wirtschaftswachstum in Deutschland und in Schleswig-Holstein weiter an Fahrt gewinnt. Die Wachstumsprognosen pendeln bei 2,5 %, die außenwirtschaftlichen Bedingungen seien weiter günstig, die Investitionen der Unternehmen und die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt seien positiv.

Für die Deutsche Sparkassenorganisation steht das Jahr 2007 im Zeichen des Bieterverfahrens um die Landesbank Berlin Holding AG und die zum Konzern gehörende Berliner Sparkasse. Bekanntlich hat der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) seine Absicht angekündigt, bis zum 22. März 2007 das Angebot der deutschen Sparkassen zur Teilnahme am Bieterverfahren abzugeben. „Die schleswig-holsteinischen Sparkassen stehen geschlossen hinter dem beabsichtigten Erwerb“, bekräftigte Kamischke. Er warnte vor einem Zuschlag im Bieterverfahren an private Banken oder ausländische Investoren. „Berlin darf keine sparkassenfreie Zone werden“, sagte er.

Alle 18 Sparkassen und ihre Verwaltungs- bzw. Aufsichtsräte hatten kürzlich entschieden, die auf ihre Institute entfallende Kapitalbeteiligung an der vom DSGV gegründeten Erwerbsgesellschaft bereitzustellen. Auf den Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein entfällt insgesamt ein Finanzierungsanteil in Höhe von 144 Mio. €. „Die Geschlossenheit der schleswig-holsteinischen Sparkassen und ihres Verbandes unterstreicht die Handlungsfähigkeit der deutschen Sparkassenorganisation in dem Bieterverfahren um die LBH. Es ist unser aller Ziel, dass die Landesbank Berlin Holding und mit ihr die Berliner Sparkasse Teil der Sparkassen-Finanzgruppe bleiben“, betonte Kamischke.

Kontakt:

Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein
Pressesprecher
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