7. Februar 2012

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Pressemitteilung

Kräftiger Anstieg der Kreditvergabe an den Mittelstand 2009

28. April 2010

Die 15 Sparkassen in Schleswig-Holstein sind auch im zweiten Jahr nach Beginn der Finanzmarktkrise erfolgreich ihrer Aufgabe nachgekommen, die Kreditversorgung für die mittelständischen Unternehmen und die Privatkunden sicherzustellen. In vielen Fällen konnten sie das Neugeschäft sogar deutlich ausweiten.

„Damit haben die Sparkassen erneut gezeigt, dass sie mit ihrem auf die Realwirtschaft vor Ort ausgerichteten Geschäftsmodell auch in schwierigen Zeiten in der Lage sind, stabilisierend auf die wirt-schaftliche Entwicklung im Land zu wirken. Es gab bei den Sparkassen keine Kreditklemme und es wird sie auch im laufenden Jahr nicht geben“. Das erklärte der Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein, Jörg-Dietrich Kamischke, am Mittwoch, 28. April 2010, bei der Jahrespressekonferenz des Verbandes in Kiel.  

Die marktführende Stellung der Sparkassen in Schleswig-Holstein im Kreditgeschäft mit dem Mittelstand lässt sich nach Angaben Kamischkes an folgenden Kennzahlen ablesen.


So finanzieren die Institute:

-  fast jede zweite Investition von Unternehmen (45 %),

- stellen den größten Teil des Kreditvolumens an das Handwerk (73 %) und übernehmen 
   jede zweite Existenz-Gründung.

-  Sie sind maßgeblich am Mittelstandsfonds des Landes beteiligt (40 %) und

-  sind bei fünf von 10 Unternehmen die Hausbank.

Im Einzelnen stieg der Bestand der Ausleihungen an Unternehmen und Selbständige 2009 um 3,4 % auf 15,3 Mrd. €  an. Das entspricht einem Marktanteil von 56,5 %. Die Zusagen an neuen Darlehen konnten gegenüber dem Vorjahr sogar um 21 % auf 2,9 Mrd. € erhöht werden. „Das sind eindrucksvolle Zahlen, die einmal mehr dokumentieren, dass die Sparkassen durch ihre Geschäftspolitik bei der Kreditvergabe an den Mittelstand ihren Beitrag zur Bewältigung der Folgen der Finanzmarktkrise im Land geleistet haben und dies auch weiterhin tun“, betonte Kamischke.


Das gilt auch für das Kreditgeschäft mit der privaten Kundschaft. Die Zusagen neuer Kredite erreichten 1,3 Mrd. €, entsprechend einem Zuwachs um 8,7 %. Der Bestand der Ausleihungen stieg in diesem Bereich auf 10,9 Mrd. €. Damit erreichen die Sparkassen hier einen Marktanteil von über 50 %. Weiterhin positiv hat sich auch die Nachfrage nach Wohnungsbaukrediten entwickelt, auf die mit fast 80 % der Löwenanteil des privaten Kreditgeschäfts entfällt. Hier lagen die neu zugesagten Kredite 2009 um 12 % über dem Vorjahreswert, die Auszahlungen stiegen ebenfalls um 12 % an. Auch der Bestand an Wohnungsbaukrediten nahm leicht auf 8,62 Mrd. € zu.

Insgesamt wuchs das Gesamtvolumen der von den Sparkassen an Unternehmen und Selbständige sowie Privatpersonen vergebenen Kredite 2009 um 1,9 % auf 27 Mrd. €.


Im Einlagengeschäft verbuchten die Sparkassen erneut einen An-stieg der Bestände auf 22,2 Mrd. € (+1,5 %). Hier spiegelt sich das Vertrauen der Kunden in die Sicherheit ihrer Anlagen bei den Sparkassen wieder. Ebenso wichtig war den Kunden aber auch die Möglichkeit zur flexiblen Verfügung. Deshalb stieg der Bestand  täglich fälliger Gelder um mehr als ein Drittel auf 11,2 Mrd. €, wäh-rend die Spareinlagen auf 7,1 Mrd. € zurückgingen (-0,6%).

Auch auf der Ertragsseite können die Sparkassen für 2009 mit soliden Ergebnissen aufwarten. Dank eines um 42 Mio. € auf 694 Mio. € gestiegenen Zinsergebnisses stieg der Zinsüberschuss von 1,84 auf 1,87 % der DBS an. Da auch die Provisionserträge gesteigert werden konnten und die Sach- und Personalkosten nur leicht zunahmen, verzeichnen die Sparkassen für 2009 einen An-stieg des Betriebsergebnisses vor Bewertung um rund 7 auf 245,6 Mio. € (0,67% der DBS). Während die konsolidierte Bilanzsumme der 15 Sparkassen mit 36,5 Mrd. € konstant blieb, verdoppelten sich der Jahresüberschuss nach Steuern von 19,8 Mio. € auf 40 Mio. €. Die durchschnittliche Kernkapitalquote der Sparkassen liegt mit 8 % doppelt so hoch wie der gesetzlich geforderte Wert; die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 12,7 %, vorgeschrieben sind 8 %.   


Auch die flächendeckende Präsenz der Sparkassen sowie die Zahl der Mitarbeiter und der Auszubildenden blieben 2009 stabil. In ganz Schleswig-Holstein unterhielten die Sparkassen mit 335 Fi-lialen und 145 SB-Geschäftsstellen unverändert das dichteste Netz aller Bankengruppen im Land. Die Sparkassen sind mit 8.415 Mit-arbeiterinnen und Mitarbeitern weiterhin der größte Arbeitgeber in der Kreditwirtschaft des Landes und halten mit 9,5 % ebenfalls die Spitze bei der Ausbildungsquote.     


Die Sparkassen sind in Schleswig-Holstein auch der größte nicht-staatliche Förderer von Kunst, Kultur und gemeinnützigen Aufga-ben. 2009 haben sie unmittelbar oder über ihre 51 Stiftungen 14,5 Mio. € für Projekte zur Verfügung gestellt. Beispielhaft seien das Engagement für das Schleswig-Holstein Musik Festival und die Vergabe der Bürgerpreise gemeinsam mit dem Landtag genannt. Nicht zuletzt unterstützen die Sparkassen die Schuldnerberatung im Land mit gleich bleibend hohen Förderbeträgen.

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