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Der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein bezieht Position. In finanzpolitischen Diskussionen setzen wir uns für die Interessen der Kundinnen und Kunden der Sparkassen im Land ein. Die wirtschaftliche Entwicklung des Bundeslandes sind für uns sehr wichtig. Besondere Aufmerksamkeit legen wir dabei auf die Situation des Tourismus, der Windenergiebranche, der Bau- und Immobilienwirtschaft, des Handwerks und der Landwirtschaft.

Sparkassen unterstützen die Wirtschaft nach besten Kräften

Die schleswig-holsteinischen Sparkassen unterstützen die Wirtschaft nach besten Kräften. Die Förderkredite der KfW und Überbrückungshilfen sind für die Sparkassen das besten Mittel, um Firmenkund*innen und Selbständigen, die durch die Corona-Krise unter Druck geraten sind, mit Liquiditätshilfen zu unterstützen. Dafür setzen die Sparkassen erhebliche Ressourcen ein, um den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Das erwarten die Kund*innen und sie können sich auf die verlässliche Betreuung durch ihre Berater*innen verlassen.

Im März 2020 wurden die digitalen Antragswege freigeschaltet und von den Sparkassen umgehend genutzt. Dabei übernahmen die Sparkassen als Hausbanken die Risikoprüfungen, die durch die KfW ohne eigene Prüfung bis zur Summe von 3,0 Mio. anerkannt wurden. Kurz nachdem eine Kreditzusage durch die KfW erteilt war, konnte auch das Geld bereitgestellt werden. Die Sparkassen gehen hier für ihre Firmenkund*innen, die bisher gesund waren, in Vorleistung. Nicht nur für die Firmenkund*innen war zu Beginn eine schnelle Liquiditätssicherung von hoher Bedeutung, auch die Sparkassen haben ein essentielles Interesse daran, dass die Wirtschaft die Krise meistert. Das gehört zum Selbstverständnis der Sparkassen. Die rasche Auszahlung der Übrbrückungshilfen ist jetzt ebenfalls von grundlegender Bedeutung. Mit dem Einsatz der Sparkassen wurden die Bemühungen, Programme und Hilfen des Landes und des Bundes unterstützt. Dies verstehen die Sparkassen als zielgerichtete Wirtschaftsförderung und gelebte Partnerschaft in Krisenzeiten. Nicht Gewinnstreben ist derzeit wichtig, sondern miteinander und füreinander da zu sein.

Medieninformation: Sparkassen unterstützen die Wirtschaft nach besten Kräften

Durchstarten und Neustarten (Ausgabe 01/2021)

Die Situation der Unternehmenssektoren ist über den aktuellen Lockdown von Dezember bis Anfang März weitgehend unverändert geblieben: Der Dienstleistungsbereich ist in vielen Teilen von direkten Schließungen betroffen, während die Industrie größtenteils ungebremst durchproduzieren kann. Mit rückläufigen Infektionszahlen bestünde die Hoffnung auf ein wieder breiteres und gleichmäßigeres Anlaufen der deutschen Wirtschaft. Leider ist die Inzidenz zuletzt in eine Seitwärtsbewegung eingeschwenkt.

Aus der Perspektive der BIP-Untergliederung sind privater Konsum und Ausrüstungsinvestitionen weiter gedrückt. Bei den Exporten gibt es punktuelle Erholungen. Das Aufholpotenzial wächst aber auch beim Konsum weiter an.
Sehr auffällig waren in Deutschland im Jahr 2020 die Vorratssalden. Es kam zu erheblichen Reduzierungen der Lagerbestände, was sehr stark in die Entwicklung des BIP durchschlug. Für das Leerlaufen der Lager lassen sich diverse Interpretationen anführen.
Das Geldmengenwachstum im Euroraum beschleunigt sich weiter. Die Preisentwicklung hat ins Positive gedreht, was einstweilen von Sonderentwicklungen überzeichnet ist. Das Thema Inflation ist mittelfristig aber wieder ins Auge zu fassen, zumal sich die Geldpolitik instrumentell sehr lange expansiv festgelegt hat.

Informationen zur Wirtschaftslage (01/2021)

Europäische Wirtschaft in der Pandemie-Achterbahn (Ausgabe 04/2020)

Die deutsche Wirtschaft befindet sich während der zweiten Pandemiewelle im Teil-Lockdown. Dieser fällt differenzierter aus als der erste im Frühjahr. Dennoch sind in vielen Sektoren Einbußen zu befürchten. Die Situation ist aber weiterhin deutlich günstiger als in vielen unserer europäischen Partnerländer. 

Die Schätzungen darüber, wie groß die Spuren im BIP des vierten Quartals sein werden, weisen derzeit noch eine sehr große Spanne auf. Für die Gesamtjahresrate hat das vierte Quartal aber nur noch eine vergleichweise geringe Bedeutung. Die Schrumpfungsrate für das Gesamtjahr 2020 dürfte wahrscheinlich eine Fünf vor dem Komma aufweisen. 

Einen rechnerisch größeren Effekt hat der derzeitige Lockdown für die Wachstumsrate 2021. Der statistische Überhang wird dadurch verdorben. 2021 wird noch sehr verhalten starten. Danach, so die Hoffnung, nicht zuletzt aufgrund der Fortschritte bei der Entwicklung von Impfstoffen, könnte sich die Erholung stark beschleunigen. 

Die Wirtschaftspolitik muss in der aktuellen Lage auf Sicht fahren. Die EZB hat für den Dezember eine „Rekalibrierung“ aller ihrer Instrumente angekündigt. Nach unserem Verständnis muss dazu auch eine Anpassung des Staffelzins-Multiplikators gehören.

Informationen zur Wirtschaftslage: Ausgabe 04/2020

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