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Medieninformation. Kiel, 4. Juni 2021

Das Bundeskabinett hat am 12. Mai 2021 die zweite Verordnung zur Änderung der Ladesäulen-verordnung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie beschlossen. Der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein begrüßt und unterstützt diese Verordnung in der vorliegenden Form. „Mit dieser Ladesäulenverordnung wird ein großes Hemmnis bei der Verbreitung der E-Mobilität gelöst, zu der als ein zentraler Baustein das schnelle und unkomplizierte Bezahlen des getankten Stroms mit giro- und Kreditkarten an den Ladesäulen gehört“, stellt Präsident Oliver Stolz fest.

„Für eine steigende Nutzung und wachsende Akzeptanz ist ein verbraucherfreundliches, transparentes und sicheres Bezahlverfahren an den Ladesäulen wesentlich. Der Einsatz der gängigen Kartenzahlsysteme für giro- und Kreditkarten an E-Ladesäulen bietet hierfür eine sehr gute Lösung. Das Tanken von Strom sollte in der gleichen, bewährten Weise bezahlt werden können, wie es an konventionellen Tankstellen seit langem Standard ist“, so Oliver Stolz, Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein.

Die Sparkasse-Finanzgruppe spricht sich nachdrücklich dafür aus, dass Kartenzahlsysteme ab 2023 an E-Ladesäulen verpflichtend werden.

Die Vorzüge des Bezahlens per Karte – mit PIN-Eingabe oder auch kontaktlos – liegen klar auf der Hand: Die Systeme sind sehr weit verbreitet und umfänglich akzeptiert, nahezu alle Verbraucherinnen und Verbraucher verfügen über eine giro-Karte. Web-basierte Zahlungssysteme, die auf Apps in Verbindung mit QR- oder Balkenstrich-Codes setzen, schaffen hingegen unnötige Hürden in der Akzeptanz der E-Mobilität: Intransparenz bei Preisen sowie umständliches Registrieren bei Bezahlsystemen verschiedenster Anbieter gehören zu den großen Ärgernissen der Nutzerinnen und Nutzer.

Das Bezahlen per Karte sorgt hingegen automatisch für Transparenz: Beim Einsatz von Kartenzahlungen wird während des Bezahlens auf dem Display eines Kartenterminals und anschließend auf dem Girokonto übersichtlich und klar der Preis des Ladevorgangs dargestellt – in der bekannten und für Kartenzahlungen üblichen Form. Niedrigschwelliger geht es nicht.

„Auch für den europäischen und damit grenzüberschreitenden Verkehr ist aus unserer Sicht ein breit akzeptiertes Bezahlsystem an E-Ladesäulen von hoher Bedeutung. Das gilt gerade in Schleswig-Holstein für den Güter- und Personenverkehr und für den Tourismus“, erläutert Stolz weiter. Dazu passt, dass derzeit intensiv das Ziel verfolgt wird, das girocard-System absehbar in ein paneuropäisches Bezahlsystem (sog. European Payment Initiative) zu integrieren.

Die Erreichung der Pariser Klimaziele hat für uns alle eine sehr hohe Priorität. Daher haben sehr viele Sparkassen bereits eine Selbstverpflichtungserklärung zum Klimaschutz unterzeichnet. Eine verantwortungsvolle Mobilitätswende gehört für uns ebenfalls dazu. Wir möchten unseren Beitrag leisten und werben für eine verpflichtende Ausstattung der E-Ladensäulen mit etablierten Kartenzahlsystemen, damit für die Nutzung keine Hürden bestehen. Die Nutzerinnen und Nutzer sollen sich darauf verlassen können, dass sie an jeder E-Ladesäule tanken und auch verlässlich bezahlen können.

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